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Crash-Test erfolgreich bestätigt

PARAVAN PR 50 als Fahrersitz erneut nach StVZO § 35a zertifiziert

  • PR 50 in Verbindung mit PARAVAN Dockingstation und Bodengruppe nach VO 214/ 2014 in Verbindung mit UN/ECE-R14, R16 und R17 zertifiziert
  • Ganzheitliche Lösung für den Autofahrer mit Rollstuhl
  • Stefan Ludwig, Leiter Rollstuhlsysteme und Medizinprodukte der PARAVAN GmbH: „Auf diese Art mobil zu sein, bedeutet für viele eine große Erleichterung und Unabhängigkeit“
  • Gian-Luca Arca: "Der PR 50 hat einen stärkeren Unfall mit mir als Beifahrer ohne Probleme gemeistert. Ich konnte unverletzt aus der Docking-Station rausfahren.“

PFRONSTETTEN-AICHELAU, 27. Mai 2020. Mit dem Elektrorollstuhl direkt vor das Lenkrad im Auto fahren, über die Dockingstation fest verankern, Fahrzeug starten und losfahren - für viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen gehört das mittlerweile zum Alltag. „Auf diese Art mobil zu sein bedeutet für viele unserer Kunden eine große Erleichterung und Unabhängigkeit“, weiß Stefan Ludwig, Leiter Rollstuhlsysteme und Medizinprodukte der PARAVAN GmbH. „Gerade in der heutigen Zeit wird mehr als deutlich, wie wichtig es für diese Klientel – die fast ausschließlich zur Risikogruppe gehören – ist, ohne fremde Hilfe und Kontakt zu Dritten mobil zu sein.“

Mit dem Elektrorollstuhl PR 50 verfügt die PARAVAN GmbH mit der PARAVAN Dockingstation über ein geprüftes System, welches den Vorgaben der Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) § 35a, in Verbindung mit VO 214-2014, UN ECE 14, 16, 17 und ISO 10542-1-2012 als Fahrersitz genügt. „2019 wurde der PARAVAN Elektrorollstuhl PR 50 mit der dazugehörigen Dockingstation im DEKRA-Prüfzentrum nach den aktuellen europäischen Normen als Fahrersitz in der Fahrzeugklasse M1 erneut geprüft und hat den Test erfolgreich bestanden“, freut sich Ludwig.

Geprüft wurden in diesem Zusammenhang die Sitze, Sicherheitsgurte, Rückhaltesysteme sowie Rückhalteeinrichtungen. Zertifiziert wurde der PARAVAN E-Rollstuhl PR50 mit Sitz König K630-GF auf dem PARAVAN Fahrzeugboden, verankert über die PARAVAN Dockingstation. „Wir sind froh, den Kunden weiterhin ein geprüftes System anbieten zu können, welches den aktuellen europäischen Prüfrichtlinien vollumfänglich genügt“, sagt der Rollstuhlverantwortliche. „Damit können wir als einziger Anbieter ein Mehr an Sicherheit bieten. Die Kunden können beruhigt mit ihrem PR 50 hinter das Lenkrad fahren und dabei auf ein geprüftes System zurückgreifen.“

„Es sind durch den Technischen Dienst, wenn möglich die Prüfungen lt. EG- Typengenehmigungsverordnung anzuwenden. Diese stehen in der Rechtsordnung über dem nationalen Recht“, schreibt Olaf Kretschmann, Leiter des Automobil Test Center in Klettwitz am Lausitzring, der DEKRA Automobil GmbH.

Damit ist der PR 50 der einzige Rollstuhl, der in Kombination mit der PARAVAN Dockingstation, nach den geltenden EG-Typengenehmigungsverordnung VO214-2014 als vollwertiger Fahrersitz zugelassen ist. Mit nur 64 Zentimetern Breite ist der E-Rollstuhl sehr wendig. Er wird bis ins Detail individuell auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Zudem ist er auch auf die Montage von Beatmungsgeräten vorbereitet, inklusive Sonderkopfstütze und separater Stromversorgung. Der PR 50 verfügt über ein integriertes 3-Punkt- bzw. 4-Punkt Gurtsystem, je nach Kundenbedürfnis. Die Armauflage ist bis zu zwölffach verstellbar und anpassbar.

Bis zu 50 Grad Kantelungsneigung nach hinten und 20 Grad nach vorne sind möglich. Zudem hat der PR 50 eine Liftfunktion bis auf 80 cm Höhe. Damit kann der Nutzer seinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen und kommt an höhere Gegenstände selbständig heran, optimal für den Einsatz am Arbeitsplatz. Der E-Rollstuhl ist mit zwei 300 Watt Antriebsmotoren ausgestattet und wird als sechs oder zehn Km/h-Variante angeboten. Der Akku hat eine Reichweite von ca. 30 Kilometern. Statt Joystick kann auch eine Kinn- oder Sondersteuerung montiert werden. Auch eine Steuerung per Kopf ist möglich. Mit einem einfachen Plug-and-Play Konzept kann die Steuerung an die bestehende RNet-Steuerung gekoppelt werden und ist damit nachrüstbar. Mit kleinsten Kopfbewegungen lässt sich so der Rollstuhl bewegen.

„Der PR 50 bietet mir Sicherheit, weil er in Verbindung mit der Dockingstation Crash getestet ist.“ sagt Boris Nicolai. Seit 2013 nutzt Para-Boccia Nationalspieler den E-Rolli zum Autofahren und im Alltag. Davor hatte er ein anderes Modell. „Dieser war deutlich instabiler. Man musste viele Bewegungen des Rollstuhls am Joystick ausgleichen. Es ist ein großer Vorteil für den Autofahrer, dass der PR 50 steifer konstruiert ist“, meint er. „Der PR 50 als Fahrersitz ist wirklich super. Er hat einen stärkeren Unfall mit mir als Beifahrer ohne Probleme gemeistert“, berichtet Gian-Luca Arca. „Ich konnte danach einfach aus der Docking-Station rausfahren und das Fahrzeug ohne Verletzungen verlassen“, berichtet er. „Egal ob ich 30, 50 oder 220 km/h fahre, er steht fest da und man fühlt sich sicher.“ Seit 2014 ist Arca mit dem E-Rollstuhl und seiner V-Klasse unterwegs. Auch Luca Mussoni ist seit gut eineinhalb Jahren mit seinem PR 50 im Auto unterwegs. „Mein PR50 sitzt sehr gut auf der Dockingstation, selbst auf holprigen Strecken wackelt er nicht“, berichtet er. „Ich finde man hat ein sehr sicheres Fahrgefühl.“ Der 19-jährige Azubi ist den ganzen Tag mit seinem E-Rolli unterwegs, egal ob zum Autofahren, auf Arbeit oder in der Freizeit.

„Durch die große Liftfunktion von über 40 Zentimetern komme ich auch gut in den Stand, was bei vielen anderen Herstellern nicht möglich ist“, ergänzt Boris Nicolai. „Am Anfang habe ich das Federn ein wenig vermisst allerdings, doch daran gewöhnt man sich recht schnell daran“, berichtet Gian- Luca Arca. „Geht nicht gibts nicht. Der E-Stuhl ist quasi meine Beine, also wird er überall benutzt, egal ob im Gelände, Matsch, Strand, Wald, Schnee, Eis oder eine Halfpipe. Ich hatte schon verschiedene Elektrorollstühle aber der PR50 ist mit Abstand der kraftvollste.“

Weg zur Rollstuhlgenehmigung

Wenn ein Rollstuhl als Fahrersitz Bestandteil der Mobilitätslösung für einen Kunden ist, benötigt dieser einen entsprechenden Vermerk im Verkehrstechnischen Eignungsgutachten nach §11 Fahrerlaubnis Verordnung (FeV), Anlage 4 und 5. Unter der Schlüsselposition 43 muss dann vermerkt sein: „Sitzposition des Fahrzeugführers: Geprüfter Rollstuhl als Fahrersitz fest arretierbar (§ 35a StVZO) mit Dockingstation.“ Damit ist dann auch ein Rollstuhl, welcher die entsprechende Zertifizierung aufweist, genehmigungsfähig.

Gian-Luca Arca hat bereits über 200.000 Kilometer mit seinem PR 50 sicher zurückgelegt Foto: PARAVAN
„Ich finde, man hat in der Dockingstation ein sehr sicheres Fahrgefühl“ sagt Luca Mussoni, der seit Dezember 2018 auch im Auto mit seinem PR 50 mobil ist.
In Verbindung mit der PARAVAN-Kassettenlift bietet der Elektro-Rollstuhl PR 50 mit der PARAVAN-Dockingstation ein geprüftes Gesamtsystem, um unabhängig und ohne Hilfe Dritter mobil zu sein.
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